Dritter Drehtag bei Sober Truth zum Track "Outta Hell"
Dritter Drehtag bei Sober Truth, für das Musikvideo zu dem Track "Outta Hell" erhielten Michael Paulus und Ann-Kathrin Clauss von Dargseemradio eine Einladung zum dritten Drehtag der Bonner Band Sober Truth um als Gäste zu fungieren.
Das Schauspiel kann ich nicht wirklich verraten. Allerdings kann ich, um nicht alles aus dem Nähkästchen heraus zu plaudern, euch einen kleinen Einblick gewähren. Und das wäre meine persönliche Erfahrung, die ich an diesem Tag machen durfte.
Gegen 14:00Uhr sollten wir am Treffpunkt "Bauhaus" in Troisdorf sein. Wir wurden trotz kleiner Verspätung, sehr freundlich empfangen. Torsten von Sober Truth, kannten wir ja schon von einem Konzert persönlich. Also kam man sich auch nicht wie ein Außenseiter vor. Alle Darsteller/Partygäste mussten sich zu Anfang, in eine Liste eintragen.
Wie bei einer Bestandsaufzählung. Torsten erklärte mit viel Charme, dass es für den Abspann wäre. Da wurde uns allmählig klar, dass wir wirklich in einem Video für eine Band mitmachen würden. Wir schauten uns fragend an und haben uns eingetragen. Dannach berichtet mir Torsten das dieser Dreh einen ganz besonderen Punkt in dem Video darstellt. Unter dem Punkt "Outta Hell" – Aus der Hölle, versteht man ja schon von Anfang an das es sich nicht um blühende Blumen auf einer Wiese dreht.
Sondern um das wilde Leben, Wut, Bitterkeit, Trauer und kritische Auseinandersetztungen in sich tragen. Daher wurde das Drehbuch so geschrieben das es einen besonderen Nachdruck enthält.
So wie er mir selbst schon vorab erwähnte gibt es insgesamt 5 Tage die den Dreh umgeben. Darin enthalten: Außendrehs und Innendrehs.
Bei einem Außendreh handelt es sich um eine wilde Vervolgungsjagd. Und viel Feuer. Wo es genau Feuer gab oder wo es genau eingesetzt wurde, hat er mir nicht verraten da er wusste, dass ich darüber schreiben möchte.
Nach einiger Zeit folgte die Anweisung: Ab zum Schminken! Also wurde uns gezeigt, wo es lang geht. Wir gingen die Treppe hinauf und wurden zu einem Raum gebracht. Wo sich die Tänzerinnen schon fertig gemacht hatten. Das Geniale ist, dass diese uns das Make-Up verpassten.
Den Männern zu meinem Erschrecken mit Puder bestückten und uns Frauen wurden die Augen betont. Flammen und einschüchternde Augen wurden uns zusätzlich noch verpasst. Schon ein schönes Gefühl, so von den netten Damen aufgemotzt zu werden. Um die 30 Jugendlichen wurden gepudert und geschminkt. Dann gingen wir in einen Raum, wo die Band ihren "Auftritt" vorbereitet hat. Uns wurde von Joseph Bolz aus Berlin / Kreuzberg, der das Drehbuch zu dem Video "Outta Hell" geschrieben hat und den Dreh durchführte genau erklärt was wir machen sollten und was nicht.
Schnell und genau wurde uns der Ablauf erklärt. Genauso wie Torsten, Tobi, Hamid und Nick.
Wenn ich nun sage, wir sollten Konzertgäste, wie man das von manch einem Video kennt, darstellen, würde ich lügen. So einfach wurde uns das nicht gemacht! Es wäre ja sehr einfach eine abgehende Meute zu spielen, wenn man eh ein Fan von Sober Truth ist. Ich denke ich kann euch verraten, dass ihr euch schon einmal darauf gefasst machen könnt, eine sehr verrückte Geschichte zu betrachten wenn das Video veröffentlicht wird.
Trinkende und zugedröhnte Gestalten werdet ihr bestimmt wiedererkennen. Es war sehr schwer für alle ernst zu sein. Denn die Atmosphäre war sehr familiär und freundlich. Wir hatten wirklich alle viel Spaß, unter der Leitung von Joseph Bolz.
Es ist ungewohnt, wenn man ernst sein muss, obwohl alles riesen Spaß macht. Oder wenn man bedenkt, dass alles ein Spiel ist und jeder eine Rolle und eine bestimmte Aufgabe hat. Irgendeiner hatte immer einen Satz auf Lager oder seine 5-Minuten, der den Anderen mal etwas aus dem Takt gebracht hat. Eing waren wir uns vorallem immer, wenn es hieß 10 oder 15 Minuten Pause. Man hört und gab Beifall für die geleistete Arbeit. Und ging dann zusammen an die Luft, essen oder etwas trinken. Und Bilder zu machen:
Da fanden Torsten und ich wieder ein wenig Zeit um uns darüber auszulassen was ich alles bisher verpasste. Er versuchte mir zu erklären was es mit Goldfischen auf sich hatte. So wie ich weiß hat er sie verschwinden lassen. Ja, ich schaute ihn fragend an und weiß es jetzt immer noch nicht genau!
Ich fragte ihn in einem unauffäligen Moment: "Wieviele Crewmitglieder begleiten euch eigentlich heute?" Er sagte: "Heute?". Und lachte auf seine eigen Art die irgendwie einen zum Schmunzel bringt. "12 Leute begleiten Sober Truth nun schon die ganze Zeit. Selbst der Regisseur, Joseph Bolz lasse ich nicht aus dem Auge. Ich zwinge ihn quasi zu Dauerpartys in der WG."
Nach dem halben Tag hieß es: Alle Mann umziehen und umschminken. Das erste Schauspiel war Schwarz und dann folgte das Rot. Also zogen wir uns alle um. Und geschminkt wurden wir im Gesicht rot. Die einen bekamen Flammen und die Anderen bekamen rote Ornamente ins Gesicht gezeichnet.
Dann ging es wieder in den Drehraum und die Zeit verging irgendwie überhaupt nicht. Wir nahmen wieder unsere Positionen ein, obwohl wir alle keinen festen Standort hatten. Denn es ist eine durchdachte, chaotische Ordnung, die keinen Sinn, aber eine Geschichte hat. Es wurde von uns eigentlich nicht sehr viel erwartet. Aber wenn man daran festhält, dass es der dritte Drehtag für ein Video ist und es nimmt alles kein Ende, dann weiß man wie langwährig und aufwändig so ein Videodreh erst ist. Nach 5 Stunden merkte man auch so langsam, dass es einfach nur anstrengend ist. Joseph Bolz hat uns aber alle recht gut unter Schach gehalten und uns immer wieder aufgepusht.
Als es dann hieß "Party", hatten wir zum Schluss hin auch noch einen Energischub und gaben nochmal richtig Vollgas. Einige Szenen wurden öfters und wiederholt gespielt,, da man die Einstellung aus verschiedenen Perspektiven brauchte. Ich, für meinen Teil bin sehr froh, dass ich daran teilnehmen durfte. Zum Einen, weil ich jetzt ganz genau weiß wie man ein Musikvideo dreht und zum Anderen kenne ich jetzt beide Seiten. Einmal die als Nebendarsteller und die als Genießer.
Ihr könnt sehr gespannt, auf das Video zu "Outta Hell", sein. Es gibt wirklich viele Szenen, die einfach nur krank und zugleich super genial sind. Es war wohl sehr viel Aufwand für die Band, wie auch für all die, die mitgewirkt haben.
Jedoch hatten alle ihren Spaß. Und gegen 19:00Uhr hatten wir Feierabend. Das war das Stichwort das uns von einem sehr interessanten Drehtag befreite. Also räumten wir den Drehraum und haben draußen noch ein wenig geplaudert und noch etwas beisammen gestanden.
Ja, das war der kleine Einblick ohne viel zu verraten, wenn ihr jetzt Lust habt das Video an zusehen. Muss ich euch leider sagen. Ihr müsst noch etwas warten. Den mehr inhalt darf ich beim besten Willen nicht erwähnen und ausplaudern. Der genauere Inhalt ist noch streng geheim!
Liebe Grüße eure Ann-Kathrin (Luan) und euer Michael (Painsaw)
Wunderbares Geboller
"Outta Hell" heißt das neue Album der Metalband Sober Truth. Am kommenden Samstag stellen sie die Platte im "Kubana" vor. Seit 2008 spielen die Jungs zusammen und konnten schon zahlreiche Wettbewerbe gewinnen.
Siegburg - Ein brennend-roter Himmel, bedrohliche Bauwerke und eine pechschwarze Straße: das Cover von Outta Hell (zu Deutsch etwa: Aus der Hölle), dem neuen Album der Metalband Sober Truth, sieht tatsächlich aus wie der Weg aus der Hölle. Und eins vorweg: die 15 Tracks der Scheibe sollten für jeden Fan harter Gitarrenklänge ein Fest sein.
Denn zwischen Hardcore-Geboller und den düsteren Weisen des Doom Metal, salvenartigen Doublebass-Attacken der alten Schule und donnernden Gitarrenriffs der neueren Gangart, ziehen Sober Truth die Metal-Geschichte durch den Fleischwolf - und kochen daraus ihren ganz eigenen musikalischen Eintopf.
Seit dem Jahr 2008 spielen Sänger und Gitarrist Torsten Schramm (35), Bassist Tobias Thauer (23), Leadgitarrist Hamid Haghgu (34) und Schlagzeuger Nick Homfeldt (41) in dieser Besetzung - und dies sehr erfolgreich. Ob als Gewinner des Bandwettbewerbs Your Gig oder als Landesfinalisten beim Emergenza-Festival: Sober Truth erspielen sich regelmäßig neue Fans.
Da dürfte auch die Veröffentlichungsparty für den neuen Langspieler Outta Hell keine Ausnahme sein. Am Samstag rocken die Jungs das Kubana. Dann wollen Sober Truth mit drohenden Klangwänden, komplexem Rhythmus und rasierklingenscharfen Basslinien die Stimmung zum Überkochen bringen. Und einige Überraschungen hat die Band auch geplant - aber die werden natürlich nicht verraten.
Was dem Quartett mit dem ersten Album nicht so richtig gelungen ist, haben die Jungs mit Outta Hell nun auch vollbracht: ihre Live-Energie auf einen Silberling zu bannen. Nicht ganz unschuldig daran ist Produzent und Mischer Michael Haas, der die Aufnahmen im Big Easy Studio in Hennef betreut hat. Die Platte ist fantastisch abgemischt, freut sich Haghgu. Und nicht nur das: Sie hat auch einiges Ungewöhnliche zu bieten. Welche Band lädt zum Beispiel 30 Fans ins Studio ein, um den Background zu singen?
Die Songs sind alle in Gemeinschaftsarbeit entstanden, für die oft sozialkritischen Texte ist Sänger Schramm verantwortlich: Im Song »Future Lies« geht es darum, dass man sich die Zukunft anders vorgestellt hat, als sie später tatsächlich ist. Als Kind wird einem ein Zukunftsbild vermittelt, das wegbricht, sobald man richtig im Leben steht. Um den Fans das kommende Album noch schmackhafter zu machen, haben Sober Truth zum Song My Life ein professionelles Video in einer abgewrackten Garage drehen lassen. Dort toben sich die vier Berserker richtig aus - auch wenn sie es im normalen Leben eher gemächlich angehen lassen: Die Musiker arbeiten in Berufen vom Kfz-Mechaniker bis hin zum Musikpädagogen. Und Schramm wird im Video zum Schluss in einer Zwangsjacke abgeführt.
Das passt zumindest zu den Namen zweier favorisierter Bands von Sober Truth: Disturbed (Gestört) und Meshuggah (erinnert an meschugge). Und wer die Alben dieser beiden Bands mag, sollte Outta Hell lieben.
Sober Truth schmeißen ihre Release-Party für das Album Outta Hell am Samstag, 21. November, ab 20 Uhr im Siegburger Kubana, Zeithstraße 100. Der Eintritt kostet fünf Euro.